Artikel über: Webinare

eShepherd Webinar JUN 2025 Episode 6

eShepherd Virtual Fencing Webinar – Kunden-Insights aus Nordamerika

Webinar-Schulungshandbuch – Transkriptbasierte Zusammenfassung


Dieser Artikel fasst das Webinar für nordamerikanische Kunden zusammen, an dem Rinder- und Milchviehbetriebe teilnahmen, die eShepherd in unterschiedlichen Umgebungen einsetzen. Die Sitzung umfasste Kundenerfahrungen, Weidestrategien, Trainingsmethoden, Verbesserungen der Arbeits­effizienz sowie eine Live-Demonstration zur Gestaltung virtueller Weidebereiche und Bewegungsprinzipien.



Einführung


Das Webinar wurde von Jaci Ellsworth aus dem Gallagher North America-Team eröffnet, die die Teilnehmenden begrüßte und den Ablauf erklärte:

  • Kundenpräsentationen
  • Offene Q&A-Runde
  • Diskussion über Weidemanagement, Tiertraining und Technologieeinsatz


Jaci teilte zudem ihre eigenen Erfahrungen als Rancherin im Westen von South Dakota, wo raues Gelände und Herausforderungen bei Flusszäunen sie dazu brachten, virtuelle Weidezäune für ihren Angus-Kuh-Kalb-Betrieb zu prüfen.



Update zu Social Media


Das Marketingteam von Gallagher kündigte neue, dedizierte eShepherd-Kanäle auf Facebook und Instagram an, die Folgendes ermöglichen:

  • Direktere Kundeninteraktionen
  • Teilen von Weidegeschichten
  • Veröffentlichung von Trainingsmaterial und Updates


Eine Folge-E-Mail mit Links wird nach dem Webinar versendet.



Kundenstory 1: Mary White – Oklahoma, USA


Mary nutzt eShepherd seit 9–10 Monaten für verschiedene Tierkategorien:

  • Bullen
  • Jährlinge
  • Kühe
  • Remontierungsfärsen


Zuvor nutzte sie ein anderes System für virtuelle Zäune, wechselte aber zu eShepherd, da dieses zentrale Einschränkungen löste.


Warum Mary sich für Virtuelle Weidezäune entschied

  • Langjährige Erfahrung mit Rotationsweide und regenerativer Landwirtschaft
  • Strip-Grazing mit Jährlingen war effektiv, aber extrem zeitaufwendig
  • Physische Zäune waren auf Pachtwegen und um Teiche herum unmöglich
  • Sie arbeitete oft allein – Arbeitsersparnis war daher entscheidend


Frühe Weideergebnisse

Mary testete eShepherd zuerst mit Remontierungsfärsen und stellte fest:

  • Sie gewöhnten sich schnell an tägliches Strip-Grazing
  • Die Weidenutzung verbesserte sich deutlich
  • Das Weiden wurde gleichmäßiger und kontrollierter


Später erweiterte sie den Einsatz auf Kühe und Masttiere.



Verwendung von eShepherd mit Bullen

  • Längere Ketten waren notwendig, um korrekt zu passen
  • Bullen bleiben zuverlässig innerhalb der virtuellen Grenzen
  • Während der Brunst können Bullen weiterhin Kühe suchen, aber die allgemeine Eindämmung bleibt stark



Verwendung mit Kuh-Kalb-Paaren

Mary teilte ihre Färsen in „nasse“ und „trockene“ Gruppen ein und schuf einen kontrollierten Zugang zu Winterweizen.

  • Nur ein einziges Kalb wechselte die Gruppe – und dieses hatte sein Halsband verloren
  • Zeigt starke Eindämmung selbst bei Jungtieren


Bewegungsverhalten

  • Kühe bewegen sich typischerweise selbstständig in frische Bereiche
  • Bei Weidewechseln durch ein Tor ruft Mary sie – sie gehen ruhig an ihr vorbei
  • Die Zaun-Kopierfunktion in der Web-App ist zu einem ihrer Lieblingswerkzeuge geworden



Kundenstory 2: Brandon Arpan – Südost-Montana, USA


Brandon arbeitet in großen, abgelegenen Weidegebieten:

  • Bewirtschaftet zwei Ranch-Betriebe
  • Hält 150 Kuh-Kalb-Paare ganzjährig
  • Führt eine Sommerherde von 725 Tieren
  • Hat 713 eShepherd-Halsbänder im Einsatz


Brandon „schiebt ständig die Grenzen dessen, was virtuelle Weidezäune leisten können“.


Beispiel für Großtrainingsereignis

Brandon präsentierte ein Training mit 500 Jährlingen über drei Tage:

  • 166 Tiere kamen am 27. Mai an
  • 251 am 28. Mai
  • 86 am 29. Mai


Die Halsbänder wurden absichtlich etwas lockerer als empfohlen angebracht, um Verlust-Toleranz in abgelegenem Gelände zu testen.


Trainingsergebnisse

  • 95% Eindämmung innerhalb von 48 Stunden
  • 98% Eindämmung bis Tag 3
  • Tiere, die entkamen, kehrten meist innerhalb einer Stunde zurück – bevor Alarme ausgelöst wurden


Jährlinge lernten schneller als Kühe; neue, untrainierte Kühe orientierten sich am Verhalten der bereits trainierten Tiere.



Arbeit und Remote-Management

Brandon arbeitet häufig remote und ist gelegentlich wegen Militärdienst abwesend:

  • Er steuert den Großteil der Betriebsvorgänge über die App
  • Arbeitsaufwand sank von 8+ Stunden/Woche auf ~20 Minuten/Woche für Zaunbewegungen
  • Vier Personen auf der Ranch können Zäune überwachen oder anpassen
  • eShepherd ermöglicht extrem effizientes Weidemanagement ohne tägliche körperliche Arbeit




Kundenstory 3: Thomas & Sarah Jud – Ontario, Kanada


Thomas und Sarah betreiben Melin Farms, einen diversifizierten Landwirtschaftsbetrieb:

  • 50 melkende Jersey-Kühe
  • 300 Acres Ackerfläche
  • 10 Acres Erdbeer-Selbstpflückfelder
  • 100 Gemüse-Abo-Boxen
  • Feuchtgebiete und risikoklassifiziertes Gelände


Warum Virtuelle Weidezäune auf ihrem Hof funktionieren

  • Dauerweiden sind physisch schwer einzugrenzen
  • Empfindliche Feuchtgebiete schränken traditionelle Infrastruktur ein
  • Hohe Niederschläge und Steigungen von 25%
  • Publikumsverkehr (Erdbeerpflücker) erfordert verlässlichen Tierhalt
  • Kojoten sorgen für Raubdruck


Weidemanagement

  • Trächtige Färsen und Trockensteher in steilen unteren Paddocks
  • Jersey-Jährlinge nahe einer stark befahrenen Straße – virtuelle Zäune halten sie zuverlässig fern
  • Heatmaps helfen, ungewöhnliches Verhalten zu erkennen
  • Oberflächenwasser bestimmt oft das Paddock-Design
  • Jerseys kommen gut mit weichem, nassem Boden zurecht und halten ihren Ernährungszustand


Prädatoreninteraktionen

  • Kojoten sind weit verbreitet
  • eShepherd ermöglicht Fluchtbewegung ohne Rückdrängen in Richtung Gefahr
  • Heatmaps und Alarme helfen, Störungen schnell zu erkennen



Demonstration: Virtuelle Paddock-Gestaltung & Back-Fencing


Andrew “Zippo” Zipson zeigte, wie man:

  • Sequenzielle virtuelle Paddocks erstellt
  • Neue Weideflächen öffnet, ohne vorherige Grenzen zu deaktivieren
  • Back-Fencing setzt, um Wiederbeweidung zu verhindern
  • Bewegungen in Richtung Wasser plant
  • Tiere virtuell treiben kann, wenn dies im Voraus geplant wurde


Zentrales Prinzip

Aktiviere immer den nächsten Paddock, statt den vorherigen zu deaktivieren – Halsbänder folgen stets dem zuletzt gesendeten Kommando.


Wichtige Q&A-Punkte


Wasserdichtigkeit

Das ES1-Halsband ist IPX7-zertifiziert:

  • Vollständig wasserfest
  • Häufig unter Wasser, wenn Tiere trinken oder in Teiche gehen
  • Solarpanel und Elektronik sind in einer versiegelten Innenkammer untergebracht


Regulatorisches Update – NSW & Victoria (Australien)

  • Der Landwirtschaftsminister von NSW kündigte Pläne an, virtuelle Weidezäune zu legalisieren
  • Regulatorische Prozesse laufen
  • Ähnliche Ankündigungen in Victoria
  • Zeitrahmen ungewiss – möglicherweise Jahresende
  • Vorbestellungen und Interessenregistrierungen sind geöffnet


Mehrere Herden auf einer LoRa-Basisstation

Ja — LoRa-Netzwerke können mehrere Herden gleichzeitig unterstützen.



Gesamtfazit:


Das Webinar zeigte, wie unterschiedlichste Produzenten in Nordamerika eShepherd einsetzen, um:

  • Weideeffizienz zu verbessern
  • Arbeitsaufwand zu reduzieren
  • Herausforderndes Gelände besser zu nutzen
  • Tiermanagement und Überwachung zu verbessern
  • Risiken durch Prädatoren und Öffentlichkeit zu managen


Die Webinar-Aufzeichnung wird auf YouTube hochgeladen, und ein Link wird allen Teilnehmenden zugeschickt.



Quelle:


Dieser Artikel ist eine transkriptbasierte Zusammenfassung der Inhalte des eShepherd Virtual Fencing Webinar – Episode 6, ursprünglich als YouTube-Video veröffentlicht und für die öffentliche Nutzung aufgezeichnet.



V1.0, 12/2025


Aktualisiert am: 10/12/2025

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